Cholesterinerhöhung

In den westlichen Industrieländern haben rund zwanzig Prozent der Erwachsenen Probleme mit dem Cholesterin: ab einem Alter von vierzig Jahren ist sogar rund die Hälfte der Bevölkerung davon betroffen.

Ursachen

In den meisten Fällen ist eine Fehlernährung in Verbindung mit einer ungesunden Lebensweise schuld an den schlechten Cholesterinwerten. Der Mensch nimmt einfach zu viel Fett mit der Nahrung auf, leidet unter Übergewicht und bewegt sich zu wenig. Auch Rauchen und verstärkter Alkoholkonsum begünstigen erhöhte Cholesterinwerte. Nicht immer sind aber der Hamburger und Bewegungsmangel schuld: Erhöhte Fettwerte können auch durch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Niere, Leber oder angeborene Erkrankungen hervorgerufen werden.

Symptome

Erhöhte Cholesterinwerte verursachen zunächst keine unmittelbar spürbaren körperlichen Beschwerden. Es kommt jedoch in einem schleichenden Prozess zu einer Arterienverkalkung durch Fetteinlagerung (Arteriosklerose). Arteriosklerose kann schwerwiegende Auswirkungen haben wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall und Beinarterienverschluss. Der Vorbeugung und Behandlung erhöhter Cholesterinwerte kommt daher eine wichtige Bedeutung zu.

Diagnose

Die Messung von Cholesterin erfolgt im Blut. Der Patient sollte vor der Blutuntersuchung mindestens zwölf Stunden nichts gegessen und keinen Alkohol getrunken haben. Bei der Bestimmung der Werte ist zu beachten, dass es keine absoluten Idealwerte gibt. Entscheidend, ob ein erhöhter Wert als bedeutend einzustufen ist, hängt vom Gesamtrisikoprofil für Herzkreislauferkrankungen ab. Dieses ist bei Rauchern, Leuten mit hohem Blutdruck und Diabetikern, sowie familiärer Belastung erhöht. In diesen Fällen sind folgende Zielwerte anzustreben:
  • HDL-Cholesterin >1mmol/l
  • LDL-Cholesterin < 1.8mmol/l
  • Triglyceride <1.7mmol/l
Aus den bestimmten Laborwerten wird zusammen mit der weiteren persönlichen Konstellation eine Risiko-Berechnung durchgeführt. Der AGLA Risiko-Score schätzt das absolute Risiko in % ein, innerhalb von 10 Jahren ein tödliches Koronarereignis oder einen nicht-tödlichen Myokardinfarkt zu erleiden.

Therapie

Durch Umstellung von bestimmten Ess- und Lebensgewohnheiten kann ein gewisser Erfolg erzielt werden. Durch strenge Diät kann der Cholesterinwert nur um etwa 10 Prozent gesenkt werden. Bei bestimmten Personen mit ungünstigen Cholesterinwerten sind cholesterinsenkende Medikamente („Lipidsenker“) angezeigt.